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Die erste Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Oyle wurde von der damaligen Pflichtfeuerwehr übernommen. Diese bestand aus:

1 Druckspritze
1 Zubringer (Saug- und Druckspritze)
14 Hanfschläuche
1 Lederschlauch
3 lederne Saugschläuche mit Korb
3 Messingrohre
2 Hinter- und Vorderschwengel mit 12 Hanfsträngen
3 große Leitern und 2 Feuerhaken

Für die Reinigung der Spritzen und Geräte erhielt die Feuerwehr von der Gemeinde jährlich 20 Mark.

1898 wurden durch die Gemeinde 200 m Hanfschläuche und 1 Saugschlauch beschafft.

Das Inventarverzeichnis der Gemeinde Oyle wies um 1900 außerdem noch 1 Sturm- und 1 Handlaterne aus. Auch waren eine Alarmhupe, 2 Signalhupen, 3 Signalhörner, Axt und verschiedene Beile vorhanden. Die Feuerwehrmitglieder waren mit 32 kompletten Anzügen (Helm, Gürtel und Bluse) eingekleidet.

Auf einer Gemeindeversammlung am 13. Mai 1906 wurde über die Anschaffung einer neueren Spritze verhandelt und beschlossen. Die Handdruckspritze wurde von der Firma Louis Tidow, Hannover-Badenstedt erworben und durch das Jagdgeld finanziert.

Die Handdruckspritze ist auch heute noch voll funktionsfähig und Schmuckstück unserer Wehr. Bei einigen Auftritten in der näheren und ferneren Umgebung ernteten wir viel Anerkennung für den guten Pflegezustand.

Die Alamierung der Kameraden verbesserte sich ab 1931 erheblich, da von der Wehr eine Sirene angeschafft und auf dem Haus des Gastwirtes Krumdieck installiert wurde.

1937 erhielt die Feuerwehr die erste Tragkraftspritze 8, Fabrikat Magirus mit Anhänger und voller Ausrüstung. Als Zugfahrzeug diente ab 1940 ein offener, mit Samt ausgeschlagener PKW der Marke "NAG" mit Platz für 8 Personen. Die Herkunft dieses Fahrzeuges ist unbekannt. Die Tragkraftspritze ist Mitte der achtziger Jahre an die Feuerwehr Bücken abgegeben worden und diente dort zur Renovierung eines baugleichen Fabrikates.

Eine zweite Tragkraftspritze Marke Balke fiel der Feuerwehr 1945 unter kuriosen Umständen in die Hände. Die Spritze wurde von den englischen Truppen, welche im Oyler Wald im Biwak lagen, vergessen. Der damalige Wehrführer Fritz Bullermann organisierte dieses unerwartete Geschenk für die Oyler Feuerwehr. Ein ebenfalls vergessener Anhänger ist später an die Feuerwehr Bühren abgegeben worden. Die Tragkraftspritze ist von uns 1985 an die Berliner Feuerwehr übergeben worden und ist dort im Museum ausgestellt.
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Aufgrund der zentralen Lage im Unterkreis und des Umstandes, das bei Hochwasser die Gemeinde Oyle von Nienburg abgeschnitten war, befürwortete der damalige Kreisbrandmeister Fricke, Winzlar 1959 die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 8 für die Feuerwehr Oyle. Dieses Fahrzeug, ein Borgward mit Aufbau der Firma Ziegler, konnte bereits am 25.11.1959 als drittes Fahrzeug seiner Art nach Nienburg und Bohnhorst, in Dienst gestellt werden.

Der Borgward bewährte sich besonders bei den Waldbrandeinsätzen in der Krähe und im Grinder Wald und hielt uns über 25 Jahre die Treue.

1965 war die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze Fabrikat Metz mit VW-Motor nötig.

1966 Die Feuerwehr wird mit neuen Uniformen eingekleidet.

Mit dem Einbau eines Funkgerätes durch die Polizei in das TLF 8 brach 1972 ein neues Zeitalter der Kommunikation an. Auch die ersten umluftunabhängigen Atemschutzgeräte wurden Anfang der siebziger Jahre eingeführt. Heute verfügen wir über 7 Geräte dieser Art, welche dem Schutz der Träger dienen und auch neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen.

Das 1984 als Ersatzbeschaffung für den Borgward in Dienst gestellte Tanklöschfahrzeug 8/18 Unimog, Aufbau Firma Schlingmann, erlebte seine Feuertaufe bereits vor der offiziellen Übergabe bei dem Brand Lübbering in Lemke. In diesem Jahr wurden wir auch mit den ersten Funkmeldeempfängern ausgerüstet, welche eine stille Alarmierung ermöglichen. Seitdem ist die Sirene, ausser zu Prüfzwecken, nur noch selten zuhören.

1989 wurde das vorher in Marklohe stationierte Löschgruppenfahrzeug 8 zur Erreichung einer normgerechten Ausstattung nach Oyle überführt.

Dem immer aktueller werdenden Thema "Einsatz mit gefährlichen Stoffen" wurde 1992 dadurch Rechnung getragen, das in den Stützpunktwehren der Samtgemeinde Vollschutzanzüge deponiert wurden. Diese dienen dem Schutz der unter Atemschutz arbeitenden Einsatzkräfte unserer aber auch anderer Wehren.

Im Mai 1994 wird eine TS-Metz mit Nissan-Motor beschafft. Mit Hinblick auf die baldige Fertigstellung der Umgehungsstraße (B6) wird die Feuerwehr Oyle im Dezember 1994 mit einem Hilfeleistungssatz des Herstellers AMKUS, bestehend aus Hydraulikpumpe mit Verbrennungsmotor sowie hydraulisch betriebener Schere, Spreizer und Rettungsstempel, ausgerüstet.

Ein neues Fahrzeug kann im Dezember 2005 in Dienst gestellt werden. Das LF 8 wird durch ein neues LF 8 auf MAN LE 8.150 mit Aufbau von Schlingmann ersetzt. Damit das Fahrzeug schadlos in das Spritzenhaus fahren kann musste jedoch die Fläche vor dem Spritzenhaus aufgefüllt und neu gepflastert werden, was von den Kameraden im Rahmen eines Arbeitseinsätzen in Eigenarbeit geleistet wurde. Neben verbesserten Fahreigenschaften und einer leistungsfähigeren Pumpe bietet das neue LF 8 die Möglichkeit einen Atemschutztrupp schon während der Fahrt zum Einsatzort auszurüsten. Aus Spenden kann die Feuerwehr einen Beleuchtungsballon „Powermoon“ 2000 W Halogen beschaffen.

Ein neuer Stromerzeuger mit einer Leistung von 13 kVA ermöglicht ab 2011 den gleichzeitigen Einsatz aller Beleuchtungsgeräte (zwei 1000 W Scheinwerfer am Fahrzeuglichtmast, zwei 1000 W Scheinwerfer auf Stativ(en), Beleuchtungsballon).

Zur schnellen und schonenden Rettung von Unfallopfern aus ihren Fahrzeugen gehört ein Spine Board mit Gurtsystem und Kopf-Fixier-Satz zur Ausrüstung.

Im Jahr 2012 wird der Hilfeleistungssatz um einen langen Rettungsstempel (Arbeitsbereich von 90 cm bis 150 cm) ergänzt. Außerdem wird die Schere mit neuen Schneiden versehen.

Die VGH Versicherung sponsert einen Rauchverschluss, mit dem bei Bränden in Gebäuden die Ausbreitung von Rauch in nicht betroffene Räume verhindert werden kann. Die vorhandene umfangreiche, technische Ausstattung unserer Feuerwehr erfordert von den Kameraden ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und auch Ausbildung, damit Sie zum Nutzen in Not geratener Menschen eingesetzt werden kann.